| Ötztaler Wildspitze (3774 m) am 26./27. Juli 2008 – auf den zweithöchsten Österreicher – |
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| Am 26.und 27.Juli 2008 unternahmen 17 Sektionsmitglieder eine Hochtour auf die Wildspitz im hintersten Ötztal. Bei unsicherem Wetter starteten wir in verschiedenen Gruppen und trafen uns, nach ca. zweistündigem Aufstieg im Regen, auf der Breslauer Hütte ( 2844m ).Nach guter Verpflegung und Hüttenzauber folgte eine unruhige Nacht im vollen Lager. |
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![]() Vor der Breslauer Hütte (2844 m) |
![]() Wolken verhüllen die Gletscherberge |
![]() Hüttenzauber |
![]() Aufbruch vor der Hütte |
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| Am Morgen um 4.45 Uhr galt der erste Blick dem Wetter. Dunkle Wolken hüllten die umliegenden Dreitausender ein. Nach dem Frühstücksbuffet gingen wir in Richtung Gletscher los. Über Blockgelände und Schneefelder gings zum Anseilplatz am Mitterkarferner. Nach gemächlichem Anstieg wurde dieser kurz vor dem Joch gewaltig steil. Durch den mürben Schnee quälten sich unsere drei Seilschaften die ca. 150 Höhenmeter zum 3468m hohen felsigen Übergang hinauf. Auf der anderen Seite verlief die Spur zunächst leicht abwärts auf den Taschachferner, dann fast schon in einer Mulde, um schließlich zum Gipfel anzusteigen. Für ein paar Augenblicke gaben die Wolken die Sicht auf den Kaunergrat frei. | ||
![]() Auf dem Weg ins Mitterkar |
![]() Querung eines Schneefeldes |
![]() Auf dem Mitterkarferner |
| Auf breitem Firngrat und zum Schluss ein paar Kletterfelsen erreichte unsere Truppe den höchsten Punkt Nordtirols, nach gut drei Stunden. Die Sicht war gleich Null. Ein kalter Wind strich über den mit einem großen Kreuz geschmückten Gipfel. Nach kurzer Brotzeit, wegen Platzmangel im Stehen, brachen die Seilschaften nacheinander wieder auf in Richtung Mitterkarjoch. Als wir das Joch überschritten hatten, sahen wir erst, wie steil die Rinne wirklich war. Trotz aller Vorsicht kam es in dem ca. 60° steilen Gelände zum Sturz einer Seilschaft, die ca. 100 m den Hang hinab rutschte. Zum Glück verletzte sich niemand ernsthaft. Als wir durch das Mitterkar die Hütte erreichten, wurde das Wetter immer besser. |
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![]() Kaunergrat im Wolkenfenster |
![]() Am Gipfel auf 3774 m |
![]() Gipfelfelsen |
| Nach kurzer Erfrischung machten sich alle an den Abstieg zum Parkplatz in Vent. Auf der Heimfahrt schien die Sonne vom makellos blauen Himmel, wie auf den Postkarten, die so mancher sich kaufte, um zu sehen wie der Berg aussieht, den er bestiegen hatte. Mit dieser " Eingehtour " können wir jetzt beruhigt die Hochtourenwoche im Ortlergebiet angehen. |
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![]() 60° steil und ziemlich heikel . . . |
![]() Rofenferner |
![]() Vent, das Bergsteigerdorf |